Nahe der Natur

Mitmach-Museum für Naturschutz

Ruinen der Natur

im Schatzraum des Museolums Staudernheim (klein, in Planung)


"Ruinen der Natur" ist eine kleine Ausstellungseinheit, die überwiegend in (interaktiven) Schatzkisten präsentiert wird. Schöne Beispiele sind Conchylien (Gehäuse von Schnecken, Schalen von Muscheln). Das sind Reste einst lebendiger Tiere - Ruinen!

Es gibt aber auch Ruinen der Ruine: Gehäuse können durchlöchert sein. Manche sind abgeschabt und ihre Perlmutterschicht tritt regenbogen-glänzend hervor. Oder sie können auf seltsame Weise verformt sein. Dann entsteht eine neue besondere Ästhetik. 


Meeresschnecke Babylonia japonica und Landschnecke-Gehäuserest von Helix pomatia - Ruinen der Natur




Foto-Beispiel: Der "Babylonische Turm", ein Gehäuse der Meeresschnecke Babylonia japonica aus dem Pazifischen Ozean (links) und ein Gehäuserest der heimischen Weinbergschnecke Helix pomatia (rechts) sind schöne "Ruinen der Natur". Mit ihnen sind besondere Geschichten verbunden.


Auch alte und abgestorbene Pflanzenteile und Tothölzer sind Ruinen der Natur, die ihrerseits sogar Neues Leben schenken können und für Vieles unersetzbar sind. Ihre Maserungen, bizarre Blütenreste, Blätter-Teile oder alte Fruchtstände regen unsere Sinne an.


Mit Ruinen erleben wir Vergänglichkeit auf schöne Art. Ruinen waren bereits beliebt in der Zeitströmung der Romantik. In der Tat können Ruinen auch heute je nach Betrachtung noch romantisch sein - bei uns auch gern wildromantisch!?

Gerade mit Ruinen können wunderbare und vielsagende Geschichten erzählt werden: Vom Werden und Vergehen der Zeit, von Kreisläufen des Lebens, von Natur-Prozessen und nicht zuletzt von Naturschutz. Wie begegnen wir Menschen dieser wundersamen Welt? Ruinen regen zum Nachdenken an und bieten faszinierende Informationen - mit Schönheit, Überraschung und Freude.

Diese winzige Ausstellung ist eine der Spezialitäten des Museolums - als Teil im Museum für Naturschutz in Staudernheim.

Erste kleine Mini-Schatzkisten zu besonderen Ruinen-Kleinoden gibt es schon im Museolum. Demnächst auch online hier mehr ...


Quer-Hinweis: Nahe der winzigen "Ruinen" im Schatzraum des Museolums befindet sich der "Raum der Zerbrechlichkeit",  eine weitere kleine Ausstellungseinheit: Während aber die Ruinen ausnahmslos ansprechende Reste und Zerfall kürzlich vergangenen Lebens sind, können die Objekte der Zerbrechlichkeit auch Teil noch lebendiger Vorgänge sein oder besonders fragile Ruinen. Zudem gibt es noch eine ganz andere Dimension von Ruinen: Das sind Fossilien, Reste des "Urlebens", präsentiert in einer kleinen Zeitspirale. Das ergänzt sich alles - Nahe der Natur.


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